Antikes Griechenland

Griechenland Antike – Antikes Griechenland

Überall in Europa finden Sie heute noch Spuren der griechischen Antike. Nie wieder hat eine andere zeitliche Epoche die europäische Zivilisation so maßgeblich mitgeprägt.

Die Geschichte des antiken Griechenlandes begann ungefähr im 8. Jahrhundert v. Chr. und hielt bis 146 v. Chr. an. In dieser Zeit kam es nicht nur zu einer politischen Entfaltung wie zum Beispiel durch die Entwicklung der Attischen Demokratie, sondern auch die Entstehung der griechischen Kultur, Philosophie, Architektur, Naturwissenschaften und des sportlichen Wettstreits fand hier ihren Anfang.

Der Aufbau eigener Stadtstaaten

Acropolis GriechenlandMit dem Ende der Herrschaft der Dorer im 8. Jahrhundert v. Chr. begann die Zeit der Staatenentwicklung, welche mit der Entstehung der Häfen Korinth und Argos ihren Anfang nahm. Die beiden Häfen wurden zu einem wichtigen Dreh- und Angelpunkt, denn sie ermöglichten den Handel mit eigenen Produkten und verhalfen den Einwohnern zu einem gewissen Reichtum. Vor allem der Metallhandel sorgte dafür, dass sich nicht nur die griechische Kultur, sondern auch das militärische Potential enorm verstärkte. Um den wirtschaftlichen Aufstieg weiter voranzutreiben und Ländereien zu erschließen, wurden Siedler nach Sizilien und Korfu geschickt. So entstanden nach und nach mehr als 150 Kolonien und unter anderem auch der Stadtstaat Polis, das heutige Athen, sowie Sparta. Sozialstrukturen wurden aufgebaut und Fürsprecher der Bürger in die Regierung einberufen. Diese Integration schuf eine Verbindung zwischen Politik, Wirtschaft und Religion und vermittelte ein Streben nach Gemeinschaft und gemeinsamer Identität. Diese Einheit wurde unterbrochen, als König Xerxes von Persien drohte, das griechische Reich zu erobern. Die nachfolgenden Kriege beendeten schließlich auch die Handelsbeziehungen mit dem Nahen Osten.

Kunst und Kultur im Wandel der Zeit

Wer kennt sie nicht, die Gelehrten und Naturphilosophen wie Isokrates, Pythagoras, Heraklit und Sokrates? Namen, die jedem aus dem Schulunterricht bekannt sind, haben durch ihre Schaffenszeit die griechische Antike und später ganz Europa maßgeblich beeinflusst. Jede politische Wandlung zog eine enorme Entfaltung der Kultur mit sich. Gerade Athen verfügte über immense finanzielle Mittel, die die Verwirklichung so mancher Ideen unterstützen. Deshalb wurde Athen auch Hauptstadt der Künste genannt wurde. Bei Theaterwettbewerben konnten Autoren und Dichter ihr Können unter Beweis stellen und viele Theaterstücke und Tragödien sind uns bis heute erhalten geblieben. Viele Naturphilosophen der Antike legten schon damals den Grundstein für die Weiterentwicklung der modernen Wissenschaften und galten als Pioniere ihrer Zeit.

Auf den Spuren von Olympia

Die Tradition der Olympischen Spiele hat sich bis heute fortgesetzt. Was mystisch gesehen zuerst nur den Göttern vorbehalten war, fand 776 v.Chr. seinen Anfang im antiken Griechenland. Der olympische Gedanke hatte von den Menschen Besitz ergriffen und ließ sie nicht mehr los. Die Stadt Olympia war der Austragungsort der Spiele. Gleichzeitig war die Olympiade auch ein religiöses Fest zu Ehren der Gottes Zeus sowie des göttlichen Helden Pelpos. Das Stadion bot mit seinen 192 Metern genügend Platz für Zuschauer und Sportler. Anfangs wurde nur ein Wettlauf ausgetragen, doch bei den nachfolgenden olympischen Spielen kamen immer mehr Disziplinen wie Leicht- und Schwerathletik, Reiten und Pentathlon hinzu. Auch die Götter wachten in eigens geschaffenen Tempelanlagen über Olympia.

Der Zeustempel galt seiner Zeit als das dominanteste und architektonisch imposanteste Bauwerk und beherbergte im Inneren eine 12 Meter Statue des Zeus. Der Heratempel wiederum gehört zu den ältesten Tempelanlagen Griechenlands und wurde Hera, der olympischen Göttin der Ehe und Familie, gewidmet.

Bis heute wird zur Olympiade im Heratempel das olympische Feuer gezündet und der Gedanke in die Welt getragen.

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