Griechenlandurlaub – schnell noch die 30 wichtigsten Wörter lernen

Die Koffer sind gepackt und der heiß ersehnte Griechenlandurlaub könnte eigentlich starten, wenn da nicht ein paar gewisse Hindernisse wären. Nur allzu oft haben Urlauber kurz vor Reisestart berechtigte Bedenken, denn viel zu gern wird eine Reise gebucht, ohne über die Kommunikationsmöglichkeiten im jeweiligen Wunschland nachzudenken.

Zwar gilt die englische Sprache immer noch als Allround-Methode, mit welcher sich jede Frau und jeder Mann weltweit verständigen kann, doch leider stoßen Touristen im Ausland hier gern mal auf „taube Ohren“. Daher ist es niemals verkehrt, sich bereits vor der Abreise mit ein paar sprachlichen Grundkenntnissen auszustatten, um im Notfall nicht über Hand und Fuß kommunizieren zu müssen.

Leichte griechische Vokabeln für den Anfänger

Zu jedem Gesprächsbeginn gehört natürlich die Begrüßung. Ein schlichtes Hallo bedeutet im Griechischen Jiá su, wobei die Worte als Ja schu gesprochen werden. Es ist also ersichtlich, dass die Aussprache dem geschriebenen Wort unterschiedlich ist. Guten Tag heißt weiterhin Kaliméra – auch hier liegt die Betonung in der ersten Silbe und das R wird zum Schluss schön gerollt. Im Folgenden sind weiterhin die wichtigsten Worte aufgeführt, die im Alltag nützlich und auch wichtig sein könnten.

Amalfiküste

Auf Wiedersehen: Sto äpanitín! (Aussprache: Sta panifin)

Sei gegrüßt: Geia sou (Aussprache: jassu)

Ja: Naí (Aussprache: nä)

Nein: Chi (Aussprache: ochi)

Danke: Icharistó (Aussprache: efkaristo)

Bitte: Parakaló (Aussprache: parakalo)

Bitte (wenn etwas gegeben wird): Oriste (Aussprache: Oriste)

Wie geht es dir?: Ti kaneiV (Aussprache: Ti kanis)

Entschuldigung Sijnómi (Aussprache: Signomi)

Hilfe: Woíthia Aussprache: Woisia – th wie im englischen das Th)

Toilette: Tualéta (Aussprache: Toileta)

Bank: Trapeza (Aussprache: Trapesa – Betonung liegt auf dem ersten A)

Markt: Agora (Aussprache: Agora – Betonung liegt auf dem zweiten A)

Museum: Mouseio (Aussprache: Musio – mit weichem S)

Postkarte: Karta (Aussprache: Karta)

Wie viel kostet es?: Poso kostizei? (Aussprache: Posso Kostisi?)

Auto: Autokinhto (Aussprache: Aftokinito)

Apotheke: Jarmakeio (Aussprache: Farmakio)

Wein: Krasi (Aussprache: Krasi – Betonung liegt auf dem I)

Wasser: Nero (Aussprache: Nero – Betonung liegt auf dem O)

Nur ein wenig: Mono ligo (Aussprache: Mono ligo)

Guten Appetit: Kalh orexh (Aussprache: Kali orexi)

Die Rechnung: To logariasmo (Aussprache: To logarjasmo)

Eins: Ena (Aussprache: Ena)

Zwei: Duo (Aussprache: Thio – hier wird das Th wie im Englischen gesprochen)

Drei: Tria (Aussprache: Tria)

Vier: Tessera (Aussprache: Tessera)

Fünf: Pente (Aussprache: Pende)

Bild: H.D.Volz  / pixelio.de

Griechische Grammatik einfach erklärt

Griechisch zu lernen, ist für viele ein Spaß, da sie mit der Sprache natürlich das Land, die Inseln, die vielen Sonnenstunden und eine entspannte Bevölkerung verbinden. Die griechische Grammatik ist natürlich ein Nebenschauplatz, den man mit einbeziehen muss, aber Grammatik ist nun einmal das Gerüst jeder Sprache. Zum Trost: Die deutsche Grammatik ist viel schwieriger als die griechische.

Im Griechischen gilt ein wenig das „Baukastenprinzip“. Das heißt, dass man mit einem Hauptwort, das man zu unzähligen Varianten neu verbinden kann, schon relativ weit kommen kann. Um ein Beispiel zu geben, sei (umgeschrieben) das Wort für „Kleiner/Kleine genannt, das mikro/mikri im Griechischen lautet. Wenn man jemanden anspricht, ihn also „mein Kleiner“ nennt, muss man lediglich an den mikro einen per Bindestrich angesetzten Zusatz, nämlich „der meinige“ anfügen. Es entsteht mikro-mou, eine simple Konstruktion, die man auch auf alle anderen Besitzverhältnisse anwenden kann.

Die Zeiten: deutlich einfacher als im Deutschen

Im Griechischen muss man sich nicht unbedingt Gedanken machen, wie lange etwas her ist, wie dies in anderen Sprachen der Fall ist. Während man im Englischen genau hinschauen muss, ob etwas an die Gegenwart heranreicht oder definitiv der Vergangenheit angehört, ist im Griechischen eine Zeit für alles gegeben, was vorbei ist. Passé ist passé, so schlicht, so gut. Damit kann man schon nach kurzer Zeit recht gut ausdrücken, ob etwas aktuell noch gültig ist (Präsens) oder vorbei (Vergangenheit) ist. Was an der griechischen Sprache kompliziert ist, ist also weniger die recht gut nachvollziehbare Grammatik, als die Aussprache der ellenlangen Wörter.

Der Akzent: ein Hinweis

Die langen Wörter, die den ebenso gigantischen Namen der Griechen entsprechen, sind für die Lernenden, die sich mit dieser Sprache auseinander setzen müssen, ein wirklich unangenehmes Terrain. Manch einer mag da schon stöhnen: Panagìa-mou! Meine Güte, auf Deutsch, mit Betonung auf der dritten Silbe. Welcher Umstand diese parakalos oder efcharistos statt Bitte und Danke hervor gerufen hat, die alten Griechen haben mit ihren Mehrsilbern den Grundstein für eine Sprache der Laute gesorgt.

Griechische Grammatik - Buch

Alles locker nehmen: etsi, ketsi!

Die gute Nachricht lautet aber, dass man heute auch in Griechenland sehr gut mit Englisch zurecht kommt. Die griechische Grammatik kann man also Hobby mäßig betreiben, sie als Herausforderung nehmen. Der Geist wird auf jeden Fall geschult, und man erfährt natürlich auch etwas über die eigene Sprache, die Unterschiede in den Strukturen. Griechenland ist ein kulturell interessantes Land, das man mit oder ohne Kenntnisse der Grammatik gut bereisen kann.

Bild: Thomas Siepmann  / pixelio.de